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Ein Blick auf Umbraco v8

Umbraco 8 ist mittlerweile bereits seit einigen Jahren in Entwicklung. Zumindest offiziell.

David Brendel
Posted by David Brendel 21 Jan 2019

Umbraco 8 ist mittlerweile bereits seit einigen Jahren in Entwicklung - zumindest offiziell. Die ersten Jahre war allerdings kaum etwas über den Fortschritt zu hören, bis eines Tages Umbraco Gründer Nils Hartvig bekannt gab, dass die Entwicklung sich nun hauptsächlich auf v8 konzentrieren würde. Seitdem ist einige Zeit ins Land gegangen, bis es nun endlich die ersten Nightly Builds gibt um sich mit der neuen Major-Version vertraut zu machen.

Die lange Wartezeit entstand durch doch sehr große Änderungen, die mit der neuen Major-Version Einzug erhalten. Die Code-Basis auf der das CMS basiert  wird aktualisiert und einiges (wenn nicht sogar alles) an Legacy-Code wird entfernt - damit wird Umbraco nun (endlich) frei von WebForms sein. Ein neuer Cache wird verwendet, der nun nicht mehr auf XML basiert. Das Backoffice wurde verändert und es kamen neue Features hinzu. Mit v8 bekommt es einen nativen Weg um Mehrsprachigkeit zu realisieren: die sogenannten Variants. Nutzern von Episerver wird dies entfernt bekannt vorkommen. Außerdem führt v8 die sogenannten Content Apps ein, die spannende neue Möglichkeiten bieten, das Backoffice zu erweitern und mit neuen Funktionen zu versehen.

Der erste Blick

Die erste Änderung der UI ist direkt nach dem Einloggen in das Backoffice zu sehen. Bisher waren die einzelnen Sections in Umbraco an der linken Seite als Icons zu sehen. Diese sind nun horizontal und nicht mehr vertikal angeordnet. Außerdem werden keine Icons mehr verwendet.

Des Weiteren fehlt die Developer-Section. Diese wurde in die Settings-Section integriert, die nun einen Bereich für Settings und einen für Templating beinhaltet.

Ein Blick ins Backoffice

DocumentTypes

Änderungen gibt es auch am Editor für die DocumentTypes. Das Menü beinhaltet jetzt drei Optionen:

  • Document Type,
  • Document Type without Template
  • DocumentType Collection

Letzteres ist ein Shortcut, um Container und Items zu erstellen wie zum Beispiel NewsContainer“ und News“. Im Wesentlichen hat sich in diesem Bereich nur das Design geändert, die Optionen sind gleich geblieben. Es gibt allerdings eine kleine Änderung am Wording von Tabs: diese Option nennt sich nun Group" und nicht mehr Tab“.  Mehr dazu später.

Ein Blick ins Backoffice

Ein Blick ins Backoffice

Languages

Die nächste Änderung betrifft das Aktivieren, beziehungsweise das Erstellen, von Languages. Umbraco war schon länger in der Lage, Websites mit mehreren Sprachen zu handhaben.

Dabei gab es mehrere Herangehensweisen, um dies zu realisieren: indem man alle Pages dupliziert und für jede Sprache einen eigenen Baum aufbaut, oder unter Verwendung von Packages wie Vorto. Umbraco v8 arbeitet weiterhin mit Sprachen, die im Backoffice aktiviert werden können. Allerdings gibt es nun zusätzliche Optionen. Eine Sprache kann als Default und/oder Mandatory erstellt werden. Auch kann ein Fallback definiert werden.

Ein Blick ins Backoffice

Das Ganze hängt mit den bereits erwähnten Variants“ zusammen. Die neueste Variante um Mehrsprachigkeit in Umbraco zu realisieren ist bereits eingebaut. Umbraco ermöglicht es nun, Varianten von Content zu erstellen. Dabei ist jede aktivierte Sprache für jeden Content verfügbar. Umbraco überprüft dabei welche Sprache als Default gesetzt ist. Wird neuer Content angelegt, wird dieser in eben dieser Default-Sprache erstellt. Möchte man nun diesen publizieren, müssen auch alle Varianten der Sprachen, die als Mandatory gekennzeichnet wurden, erstellt werden. Mit Fallbacks kann man zum Beispiel realisieren, dass Inhalte für Deutschland auch für Österreich angezeigt werden, falls es keinen dedizierten Inhalt für Österreich gibt.

Variants in Action

Ob man Variants verwenden möchte, muss für jeden Document Type einzeln entschieden werden. Diese Option ist nicht standartmäßig aktiviert.

Ein Blick ins Backoffice

Dasselbe gilt für Properties, die erstellt werden. Variants müssen für diese ebenfalls einzeln aktiviert werden. Dies hat den Vorteil, dass Properties, die sich von Sprache zu Sprache nicht unterscheiden nur einmal gesetzt werden müssen. Diese werden dann für jede Variante verwendet. Diese Option steht allerdings nur zur Verfügung, wenn Variants auf Document Type Ebene aktiviert wurden.

Durch die neuen Variants und die sogenannten Content Apps hat sich ebenfalls die UI für das eigentliche Pflegen von Content geändert.

Der Screenshot zeigt, wie beide Neuerungen die UI beeinflusst haben. Zum einen sieht man einen neue Drop-Down in dem Feld, in dem man Namen des Contents eintragen kann. Über dieses Dropdown wechselt man zwischen den verschiedenen Varianten. Als Nächstes dürfte auffallen, dass es keine Tabs im ursprünglichen Sinn mehr gibt. Wie bereits erwähnt wurden Tabs durch Groups ersetzt, die auf andere Weise angezeigt werden. Jede „Group“ wird dabei in der Content App „Content“ angezeigt und kann wie bei einem Accordion geöffnet und geschlossen werden.

Content Apps

Umbraco bringt von Haus aus zwei Content Apps mit sich. Neben „Content“ ist das „Info“. Die „Info“ Content App beinhaltet dabei dieselben Informationen die vorher im sogenannten Info-Tab zu finden waren, der automatisch beim Editieren von Content angezeigt wurde. Die Idee hinter diesen Content Apps ist hauptsächlich, die UI zu entladen. Selbst für Inhalte die nur Daten anzeigen, wie zum Beispiel Google Analytics oder SEO spezifische Daten müssen in Umbraco 7 Tabs angelegt werden, die mit Custom Properties bestückt wurden.

Dieser Umstand wird durch Content Apps etwas losgelöst. Inhalt, der wenig bis keine Interaktion hat, kann nun in einer eigenen Content App angezeigt werden. Das beste Beispiel dafür wäre wieder Analytics Daten oder SEO spezifische Daten. Mit Content Apps wird gleichzeitig auch der Kontext, in dem man sich befindet, klarer.

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